„im/zu stand“
in anlehnung an den ruhrstadtkünstler jürgen stutzinger zeigt judith shu ritter drei dokumetarische arbeiten: das erste woll-objekt der fünteiligen serie „hausfrauenzeit I“, die gruppe „ich sehe es überall“, bestehend aus 14 zeichnungen, und eine gruppe aus 14 leeren rahmen, die sie innerhalb der ausstellungszeit mit zeichnungen füllen wird.
im mittelpunkt von judith shu ritters werken steht der mensch, seine beziehungen zu sich selbst und zu anderen. das verbindende element ihrer arbeiten ist der antrieb, die gesellschaft und die menschen, die in ihr leben, zu reflektieren und die dinge zu beleuchten, die sie antreiben.
ihrer ansicht nach hat kunst die aufgabe, den menschen die dinge sichtbar zu machen, die unsichtbar zwischen ihnen wirken, pathologische mechanismen aufzudecken und an lebendige zu erinnern. das gefühl des verbundenseins mit sich und anderen ist ausschlaggebend für entwicklung und wachstum. daher sehen ihre gezeichneten menschen oft unstimmig aus, wirken verwirrt, einsam oder deplaziert, da judith shu ritter diesbezüglich einen starken mangel in der heutigen individualistischen gesellschaft wahrnimmt.
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