liveflow von zwei elektronikern und einem akustiker aus düsseldorf.
seit 1997 arbeiten jürgen krause und johannes rix an gemeinsamen projekten elektronischer musikerzeugung - unter anderem in den formationen "volksgarten" und "fern". mit ihrem neuen projekt "rhein" setzen sie ihren weg auf der suche nach musikalischen erfahrungen fort, nun begleitet von peter witt an der gitarre.
motivation der drei klangexperimentatoren ist es, sounds zu finden, die sie selbst immer wieder aufs neue überraschen. mit gespitzten ohren zwischen sounds zu ergründen - wie ein kind, das zum ersten mal den großen stein auf der wiese umdreht und erstaunt das gewimmel der assel und würmer entdeckt und bewundert. diesen faszinierenden moment festzuhalten und ihm eine form von dauer zu geben ist ihr ziel. grundlage hierfür ist eine möglichst große offenheit gegenüber dem, was oftmals zufällig auf einen zukommt. ausgangspunkt ihrer stücke sind meist samples, die aus ihren plattensammlungen (jazz, soul, psychedelic, kinderplatten) stammen. hier loten sie grenzbereiche von melodiefragmenten und geräuschen aus. gefilterte elemente werden mittels elektronischer klangerzeugung umspielt und zu einem psychedelischen amalgam verschmolzen. sie arrangieren dabei möglichst hierachiefrei: nichts soll sich aufdrängen, kein element soll verdrängt werden. die stimmung wird getragen von einem steten fluss der sehnsucht, das kindliche und unverfälschte staunen wieder zu erlangen.
"wirklich gute, wirklich schöne musik macht es einem nicht gerade leicht, sie in worten einzufangen. musik, die vom ersten moment an in ihren bann zieht, aber ihr geheimnis einfach nicht preisgeben will und wohl auch nach dem hundertsten hinhören nicht banal erklärbar wird. 'this first day', das debüt des duos fern aus köln und düsseldorf, ist so ein fall von zu schöner musik, mit der es eine plattenkritik unglaublich schwer hat. aber schließlich machen es sich jürgen krause und johannes rix alias fern ja auch nicht leicht. seit 1997 musizieren sie gemeinsam, erst eher hobbymäßig, dann in bandprojekten, immer unterwegs von ihren maßgeblichen einflüssen hin zu einer persönlichen klangsprache, die sie mit fern endlich gefunden haben. über zwei jahre lang treffen sie sich nun schon jeden montagabend, verkabeln ihre computer und schicken die liebsten klänge, die ihnen in der zwischenzeit irgendwo zufällig begegnet sind, in ihren gemeinsam geschaffenen interaktionsraum: warme flächen, glocken- und vibrafonechos, die sich gegenseitig umschmeicheln, auch spuren von jazz und fusion, die ihre virtuosität ganz in den dienst der melancholischen stimmungen stellen. alles wabert und fließt in diesem understatement-ambient, es gibt wenig zum festhalten, und doch ist man in jedem moment aufgehoben. vielleicht reicht für die beschreibung einer wunderbaren platte wie dieser eine schlichte wahrheit: dass man sich wohl fühlt, wenn sie erklingt." (intro.de, arno raffeiner über "fern / this first day")
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